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LVZ vom 20.06.2011

LVZ vom 20.06.2012

Stürmische Leipzig Open

Großer Zuspruch von Publikum und Wirtschaft beim 13. Internationalen Tennis-Turnier

Leipzig. Die Tribüne war voll, der VIP-Bereich platzte aus allen Nähten: Über 300 Zuschauer erlebten gestern die Finalsiege der Kroatin Ivana Lisiak und des Heidelbergers Frank Wintermantel bei den Leipzig Open.

Von STEFFEN ENIGK

Sturmböen fegten über die Plätze am Sportforum, bliesen Spielern und Publikum den Sand in Gesicht. Doch sogar umgewehte Sonnenschirme taten der guten Stimmung bei den mit 10 200 Euro dotierten 13. Internationalen Sächsischen Tennismeisterschaften keinen Abbruch. „Ich bin sehr zufrieden, das war ein Highlight in neuer Dimension“, sagte Mathias Reuschel. Der Präsident des gastgebenden Leipziger Tennisclubs (LTC) freute sich über hochklassigen Sport und große Resonanz bei Zuschauern und Wirtschaft.

43 Unternehmer hatten am Vormittag beim Firmenturnier selbst zum Schläger gegriffen – Rekordbeteiligung. In die Endspiele der Leipzig Open zogen überraschend zwei Abiturienten ein. Dinah Pfizenmaier aus Bochum hatte im Halbfinale die achtmalige Leipzig-Siegerin Lydia Steinbach (Halle) ausgeschaltet (6:4, 2:6, 6:1) und leistete auch Ivana Lisiak beim 2:6, 6:7 (4:7) erbitterten Widerstand. Doch die 24-jährige Kroatin, einst 95. der Weltrangliste und 2006 erst in der 3. Runde der French Open an Martina Hingis gescheitert, war etwas
cleverer und heimste den Siegerscheck über 1900 Euro ein. Pfizenmaier durfte sich mit 900 Euro trösten und lobte das Turnier. „Super Organisation mit riesigem Aufwand, ich habe mich sehr wohl gefühlt“, meinte die deutsche Nummer 38, die sich demnächst im Profitennis ausprobieren will.

Dies gilt auch für Ralf Steinbach, ebenfalls 19 und noch mitten im Abitur-Stress. Der Sportgymnasiast aus Halle, der bisher im Schatten seiner Schwester Lydia stand, hatte den gestrigen Sonntag eigentlich zum Lernen für seine Ethik-Prüfung am kommenden Mittwoch eingeplant, kämpfte sich jedoch bis ins Finale vor, wo er gegen Frank Wintermantel im zweiten Satz einen 2:5-Rückstand aufholte und drei Matchbälle abwehrte, sich dem 22-jährigen Sportstudenten aus Heidelberg aber schließlich 5:7, 5:7 geschlagen geben musste. 

Steinbach, der in Deutschland an 73 geführt wird und Andy Roddick als Vorbild nennt („Auch meine Stärken sind Aufschlag und Vorhand“), wird sich jetzt ein Jahr lang auf Tennis konzentrieren: „Ich möchte versuchen, über kleinere Profi-Turniere auf die ATP-Tour zu kommen.“ Wintermantel, fünffacher deutscher Jugendmeister und derzeit Ranglisten-58., hatte im Halbfinale den Schkeuditzer
Christian Haupt 6:3, 6:4 bezwungen und damit die Hoffnungen auf den ersten sächsischen Herren-Erfolg in Leipzig zerstört. Haupt („Ich hatte mir mehr ausgerechnet“) wird 2012 einen neuen Anlauf nehmen. Dann soll das Turnier (bisheriger Etat 150 000 Euro) weiter wachsen.

„Wir werden das Preisgeld erhöhen und noch eine Tribüne bauen“, kündigte Mathias Reuschel an. „Die Wirtschaft engagiert sich stark, aber wir brauchen auch die Stadt noch mehr als Partner“, weiß der LTC-Chef. Dass  Sportbürgermeister Heiko Rosenthal (Linke) die Players Night besuchte und Wirtschaftsbürgermeister Uwe Albrecht (CDU) zum Finaltag kam, wertet Reuschel als wichtiges Zeichen der Wertschätzung: „Wir sind auf gutem Weg, die Leipzig Open als regionales Spitzen-Event mit internationalem Flair zu etablieren.“

LVZ vom 18.06.2011

Leipzig Open

Heimische Asse trumpfen auf

Gestern ging es bei den 13. Internationalen Sächsischen Tennis-Meisterschaften, den Leipzig Open, gleich richtig zur Sache, denn am Abend standen schon die jeweils besten Acht bei den Frauen und Männern fest. Erfreulich dabei, dass die heimischen Männer unerwartet gut mitmischten. Denn mit dem Schkeuditzer Christian Haupt, dem Tschechen Jiri Skoloudik, seit sieben Jahren die Nummer eins beim gastgebenden LTC 1990, und Thomas Weiß (RC Sport) steht ein Trio im Viertelfinale. Der 27-jährige Haupt errang dabei mit dem 6:2, 6:3 gegen den Christian Matic (25/TG Alsterquelle Henstedt-Ulzburg) den klarsten Sieg. Skoloudik bekam es mit dessen jüngerem Bruder Nico Matic (19/Hamburger Poloclub) zu tun und hatte beim 6:2, 4:6, 6:3 zwischenzeitlich Mühe. Für die größte Überraschung sorgte der 31-jährige Thomas Weiß, der erst über die Qualifikation ins Hauptfeld gekommen war. Sein 6:3, 7:6-Erfolg gestern Abend gegen Lynn-Max Kempen (BW Halle/Westfalen) war damit schon sein vierter Sieg bei diesem Turnier. An Kempen war zuvor Sachsens Landesmeister Toni Pflug (LTC 1990) gescheitert.
Ähnliches gibt es von Leipzigs Frauen nicht zu berichten, im Gegenteil: Mit der Bezirksmeisterin Andrea Fischer (LSC 1901) sagte die aussichtsreichste am Abend vor Turnierbeginn "aus beruflichen Gründen" ab. Eine Entschuldigung, die - zumindest zu dem späten Zeitpunkt - für Turnierdirektor Uwe Elze völlig unverständlich war. Die Favoritinnen zogen mit klaren Siegen ins Viertelfinale ein. Die 24-jährige Kroatin Ivana Lisjak fegte die Bulgarin Angela Dishkova mit 6:0, 6:0 vom Platz. Rekordsiegerin Lydia Steinbach (Wahlstedt) machte beim 6:1, 6:1 gegen Katrin Wojtecki (Berliner SC) ebenfalls kurzen Prozess. Heute stehen ab 11.30 die Viertelfinals der Frauen auf dem Programm, danach folgen die Viertelfinals der Männer. Rolf Becker

Beilage der Leipziger Volkszeitung

18.06.2011 14:30

Alle, die die Leipziger Volkszeitung abonniert haben, werden die 18-seitige Beilage über die LEIPZIG OPEN 2011 und den LTC 1990 entdeckt haben - für alle anderen gibt es sie nun auch hier zum Download.

PS: Auf Seite 2 gibt es eine Überraschung für unsere Jüngsten!!!

LVZ vom 17.06.2011

Freuen sich auf die Leipzig Open: Sachsens Verbands-Chefin Christina Hellmich und LTC-Präsident Mathias Reuschel. Foto: Christian Nitsche

"Die Qualität des Turniers steigt ständig"

Leipzig Open versprechen hochklassiges Tennis / 50 Sponsoren, 150 000 Euro Etat, freier Eintritt am Sportforum

"LTC - das steht für Lust, Temperament und Charme", meint Mathias Reuschel verschmitzt. Der Präsident des Leipziger Tennisclubs 1990 (LTC) ist davon überzeugt, dass die Leipzig Open den Zuschauern am Wochenende hochklassigen Sport bieten und allen Beteiligten jede Menge Spaß bringen. Die Zahl 13 sei keinesfalls ein schlechtes Omen. "Wir haben ein exzellentes Teilnehmerfeld und sind bestens vorbereitet", sagt Reuschel vor der 13. Auflage der "Internationalen Sächsischen Tennis-Meisterschaften" auf der LTC-Anlage am Sportforum.
32 Herren und 25 Damen aus fünf Ländern streiten in den Hauptfeldern um insgesamt 10200 Euro Preisgeld. Es ist das höchstdotierte Turnier in Sachsen und das einzige der German Masters Series im Osten. "Darauf sind wir stolz, die Qualität des Turniers steigt ständig", erklärt Christina Hellmich. Die Präsidentin des Sächsischen Tennis Verbandes lobt die LTC-Organisatoren und hofft, "dass endlich mal ein Sachse in Leipzig gewinnt".
Christian Haupt könnte diese Premiere gelingen. Der für Dresden startende Schkeuditzer ist an Nummer 7 gesetzt. Als Favorit auf den Siegerscheck über 1900 Euro gilt jedoch Titelverteidiger Sergey Betov aus Weißrussland. Dass gestern 13 Herren in die Qualifikation mussten, und zwar alle Spieler jenseits der deutschen Top 300, illustriert die Stärke des Feldes. Dass dabei mit Tore Waldhausen und Georg Matschke zwei LTC-Spieler überraschend ins Hauptfeld einzogen, verdient Respekt. Bei den Damen muss sich die an 2 gesetzte achtmalige Leipzig-Siegerin Lydia Steinbach aus Halle vor allem mit Ivana Lisjak auseinandersetzen. Die Kroatin, Nummer 287 der Welt, startete schon bei allen vier Grand-Slam-Turnieren und führt das Tableau an.
Mathias Reuschel ist froh darüber, "dass die Leipziger Wirtschaft unser Turnier so gut mitträgt". Rund 50 Sponsoren tragen zum Gesamtetat von 150 000 Euro bei. Der LTC-Chef betont, dass ein Teil der Einnahmen stets in die Infrastruktur fließt. In den vergangenen Jahren entstanden so drei neue Tennisplätze und eine Tribüne, das Vereinsheim wurde gerade frisch saniert. Da ist es eine schöne Selbstverständlichkeit, dass fast zwei Drittel der 285 LTC-Mitlieder bei Ausrichtung und Organsisation helfen.
Die Unternehmensbosse aber zahlen nicht nur, sondern greifen auch selbst zum Tennisschläger. Für das traditionelle Turnier der Leipziger Wirtschaft am Sonntag lagen gestern bereits 30 Meldungen vor. Am Finaltag steigt zudem ein Kinderfest. Ebenfalls familienfreundlich: Der Eintritt zu den Leipzig Open ist frei. Steffen Enigk
Zeitplan, heute, 10 Uhr: Spielbeginn Hauptfelder.
Sonnabend, 10 Uhr: Achtel- und Viertelfinale Damen und Herren. 16.30 Uhr: Halbfinale Damen.
Sonntag, 10 Uhr: Halbfinale Herren. 12.30 Uhr: Finale Damen. 15 Uhr: Finale Herren.